Unsere Vision:

Ottensen als nachhaltiges, klimaneutrales und faires Viertel für alle.

Stell dir vor: Im Jahr 2023 ist die gesamte Ottenser Hauptstraße Fußgängerzone, ebenso die Bahrenfelder Straße zwischen Alma-Wartenberg-Platz und Arnoldstraße.

Warum in die Ferne schweifen, schön ist’s auch in Altona …

Flanieren bringt wieder Spaß, die Straßencafés und Restaurants haben mehr Plätze draußen und es ist herrlich, auf das Treiben der Menschen zu schauen und Freunde zu sehen. Auch Menschen mit Kinderwagen oder Rollstühlen haben ausreichend Platz.

Zahlreiche Bäume spenden Lebensraum, Schatten und frische Luft und die Bänke laden zum Verweilen ein. Das Viertel ist lebendiger geworden, Besucher kommen per Rad über die ausgebaute Veloroute, mit Bus und Bahn oder parken in einem der Parkhäuser und schlendern entspannt umher.

Das Superblockkonzept wurde in drei Schritten umgesetzt und sorgt nun für eine signifikante Verkehrsberuhigung. Man kommt überall hin und der Durchgangsverkehr ist wieder auf den dafür vorgesehenen großen Straßen unterwegs, was zu deutlich besserer Luft und weniger Lärm im Viertel führt.

Die Anwohner haben das Recht, in den Straßen auf einer Seite zu parken oder ihre Autos in den Parkhäusern oder der Quartiersgarage unterzubringen. Sie freuen sich, dass das Parkplatzsuchen nun ein Ende hat.

Für die Geschäfte gibt es im Fußgängerbereich eine Anlieferzeit und auf den übrigen Straßen garantiert freie Halteplätze zum Ein- und Ausladen. Die Gewerbetreibenden sind begeistert – das entspannte Einkaufen beschert ihnen mehr Kunden. Auch Taxen kommen besser durch.

Radfahrende können sich nun ebenfalls sicherer im Viertel bewegen, weil ausreichend Platz in den Straßen vorhanden ist. Zahlreiche Abstellplätze, auch für Lastenräder und Fahrradanhänger, locken Menschen mit dem Rad ihre Einkäufe zu erledigen. Auch Kinder und ältere Menschen sieht man nun wieder Radfahren.

Der HVV hat sein Angebot verbessert, die Takte verdichtet und die Preise gesenkt: Die Kampagne „Auto gegen Jahreskarte“ war so erfolgreich, dass Hamburg Vorreiter für andere Städte ist. Die Menschen merken, dass ein Leben ohne Auto nicht nur möglich, sondern ein Zugewinn an Flexibilität und Lebensqualität ist.

Das was bei Mitte Altona und im Holstenquartier von Anfang an geplant war, ist in Ottensen durch Initiative und Beteiligung der Menschen über Cities4People und der Zukunftsinitiative Stadtklima Altona zustande gekommen. Durch ein Umdenken in der Mobilität ist Ottensen nun tatsächlich klimafreundlich.

Menschen kommen in den Straßen, die nunmehr Begegnungs-Raum sind, zusammen. Es gibt gemeinsame Aktionen, die vielen Blumenkübel und Verkehrsinseln zu begrünen und Kräuter und Beeren zu ernten. Die Motte hat den Hühnerhof erweitert, die Honigernte fällt jedes Jahr besser aus. In den jährlichen runden Tischen, die zur Evaluation stattfinden, herrscht ausgelassene, optimistische Stimmung. Denn es braucht immer weitere Überlegungen, wie die Flächen gestaltet werden, weil kaum noch jemand ein Auto hat und auch die letzten beiden Zweifler überzeugt sind.

Die Luft hat sich durchschlagend verbessert, die Menschen atmen und schlafen wieder durch.

Wie kommen wir dort hin?

Kurzfristige Ziele

  • Vermeidung des Durchgangsverkehrs von PKW und LKW durch Ottensen
  • Vermeidung des Parkplatzsuchverkehrs durch Bewohnerparken

Mittelfristiges Ziel

Erarbeitung eines neuen Mobilitätskonzepts für ein weitgehend autofreies Viertel bestehend aus zwei Hauptkomponenten:

  • Maßnahmen, die die Nutzung von nachhaltigen Transportformen wie
  • attraktiver, also billiger und schneller machen durch
    • gut ausgebaute Infrastruktur für Radfahrer und Fußgänger
    • Shared Space
    • Mobilitätspunkte
    • erhöhte Taktung und attraktivere Preisgestaltung des ÖPNVs
  • Maßnahmen, die die PKW-Nutzung unattraktiver machen, d. h.
    • teurer, z. B. durch Gebühren und
    • langsamer, z. B. durch Tempo-Limits, Rück- und Umbau überdimensionierter Fahrbahnen, Bau von Barrieren, Shared Space

Die durch reduzierte Straßenflächen und eingesparte Parkplätze freigewordenen Räume können schon mittelfristig als urbane Nachbarschafts- bzw. Treffpunkte neu genutzt werden.

Übergeordnetes Ziel

Kontinuierliche Gestaltung Ottensens im Einklang mit den Prinzipien einer nachhaltigen, klimagerechten Stadt mit den Komponenten:

  • Mobilität
  • urbane Struktur (kurze Wege, Durchmischung der Funktionen z. B. Wohnen, Arbeiten)
  • Energieversorgung (aus nachhaltigen Quellen) und Verbrauch (Einsparung)
  • lokale Wasserversorgung und effektivere Nutzung
  • Abfall (Vermeidung, Wiedernutzung, Recycling)
  • urbanes Grün (Dächer, Fassaden, Stadtbäume) für Biodiversität, Mikroklima, Luftqualität, Wohlbefinden
  • Livability: Wohnumfeld, Sozialstrukturen

Kurz: erhöhte Lebensqualität durch gemeinsames GESTALTEN in OTTENSEN!